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Sommer Sonne Weinviertel

Noch scheint der Sommer für uns kaum fühlbar, umso mehr möchte ich mit Dir in den Weinviertler Sommer hineinreisen und einen bewussten Aufenthalt in dieser sanft hügeligen Landschaft erleben. Du weißt ja, mit mir altem Drahtesel ist alles möglich. Begleiten wird uns dieses Mal mein Freund, der Schmetterling. Er ist immer noch auf der Suche nach seiner großen Liebe. Schmetterling du kleines Ding, such dir eine Tänzerin!

Komm, schwing dich auf meinen Sattel, wir helfen ihm dabei! Offensichtlich hat er seine Liebe in einem der Naturschutzgebiete verloren. Die Roseldorfer Umgebung ist reich an solch geschützten Landschaftszonen, in welchen die Menschen der Natur auf respektvolle Art und Weise begegnen sollten. Schutzgebiete benötigen liebevolle Pflege, sodass Artenvielfalt auch weiterhin bestehen kann. Der Schmetterling übrigens ist zäh und lässt sich so schnell nicht vertreiben! Er ist anpassungsfähig und haucht dank langem Atem jeder Seele Verzückung ein. Schmetterling du entzückendes Ding, such endlich deine Tänzerin. Auf geht’s‘!

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Es gibt nichts‘ Schöneres, als immer wieder vom Danzinger Keller aus eine kleine Reise zu unternehmen. Von hier oben, mit Blick auf die Weingärten, bekommt man eine Ahnung davon, was es bedeutet, dass das Westliche Weinviertel „tiefer“ liegt. Besuchen wir heute dieses wunderbare „Land unter dem Manhartsberg“. Schmetterling, folge uns!

Ich möchte mit dir, lieber Weinfreund, der Sonne entgegen zwischen den Feldern zum Südhang des Sandberges radeln. Von der Kellergasse an abwärts können wir die Räder laufen lassen und den Hauch von Wind als Muntermacher annehmen. Aber Achtung, verlier dich nicht darin und betätige rechtzeitig meine Bremse! Ist ja gerade nochmals gut gegangen. Nun gleiten wir fortan ostwärts dahin, bis wir nach wenigen Kilometern am Sandberg angekommen sind.

Das ging ja flott! Wie du an diesen Schautafeln erkennen kannst, befinden wir uns inmitten der größten keltischen Freilandsiedlung Österreichs. Kaum vorstellbar, oder? Heute ist die Siedlung, welche der Region Schmidatal-Pulkautal eine ganz neue Bedeutung verleiht, nebst Ackerbau und Weinbau in eine wohl geformte Hügellandschaft eingebettet. Der Löß, der als Flugstaub der Eiszeit entsprang, lässt die Reben hier wunderbar gedeihen und ist mitverantwortlich für den goldenen Schatz des Weinviertels, die Trauben.

Wein mit Geschichte zu verbinden, hat seit jeher mythischen Charakter. Dem Mythos auf der Spur befinden wir uns auch jetzt, denn ich würde dich bitten, dass wir nun den Weg westwärts einschlagen und dem Lauf der Sonne folgen, bis wir bei einem Naturschutzgebiet angelangt sind, welches für seinen im westlichen Weinviertel typischen Trockenrasen bekannt ist. Folge den Straßenschildern Richtung Eggenburg, dann kannst du den Weg kaum verfehlen. Erblickst du ein Hinweisschild „Fehhaube-Kogelsteine“, entledige dich meiner und gehe von dort aus zu Fuß feldeinwärts, um dem großen Wächter, einer Gesteinsformation aus Granit, gegenüberzutreten. Schmetterling, du kleines Ding, vielleicht entdeckst du ja dort deine Tänzerin!

Ich warte hier auf dich. Ein Fahrrad hält man besser fern von dieser Gesteinsansiedelung, denn es muss schon der Besucher vorsichtig genug sein, um nicht diese biologische Vielfalt an Fauna und Flora zu zerstören. Der Trockenrasen besticht durch seinen wunderbaren Blütenreichtum und bietet Tieren und Pflanzen seinen Schutz. Schmetterling, du kleines Ding, finde deine Tänzerin!

Ah, du bist wieder zurück. Hat dich der gute alte Wächter zu sehr erschrocken? Heute haben wir Glück! Dank des niederschlagsarmen und trockenwarmen Klimas können wir unsere Reise sorgenfrei weiterführen. Ich persönlich bin vorerst weder für Sonnenuntergang noch für Ruhe und Rast. Ich denke auch du konntest inmitten der beeindruckenden Gesteinsformationen etwas Energie tanken, hab ich Recht? So setzen wir unsere Reise heimwärts fort. Es gilt noch ausreichend Zeit für den Roseldorfer Heurigensommer einzuplanen. Dieser belohnt uns nämlich mit köstlichen regionalen Schmankerln und herrlichen Tropfen erlesenen Weines! Komm, wir radeln querfeldein zurück. Lass dich tief in meinen Sattel fallen, lege den Schongang ein und gleite mit mir leise und sanft zwischen fruchtbaren Feldern Richtung Heimat. Schmetterling, du kleines Ding, wo bist du eigentlich hin?

Hat er doch tatsächlich endlich seine Tänzerin gefunden? Wie schön! Auch wir sind mittlerweile am Ende unserer Reise angelangt und dürfen uns nun in die verträumte Kellergasse zurückziehen, um dort den alljährlichen Roseldorfer Heurigensommer zu besuchen. Du kannst zwischen einem Platz unter dem alten Nussbaum oder einem Tisch mitten im Grünen wählen. Vergiss mich dabei bitte nicht! Ich lausche nämlich gerne den Gesprächen bei Tisch. Aber verrate es niemandem.

Heimwärts zum Danzinger Keller darfst du mich jedenfalls schieben! Das macht mir nichts aus, für heute habe ich ohnedies meine Arbeit getan. Jetzt heißt es aber Platz nehmen, ein köstliches Weinviertler Achterl vom Grünen Veltliner genießen und dabei mit Blick über gold glänzende Weizenfelder, honiggelbe Sonnenblumenfelder und grünblättrige Rebstöcke den Sonnenuntergang im romantischen Weinviertel hautnah miterleben.

Deine V.V.V.

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